Projekt Beschreibung

Viele etablierte Unternehmen verfügen über Bestandsbauten. Nach einiger Zeit werden diese zu klein und die Architekturoptik und Ausstattung wirken veraltet und halten mit der Entwicklung des Nutzers nicht mehr mit.

Neubau oder Umbau, Modernisierung und Erweiterung ist nun die Frage, die es zu beantworten gilt.

Neubau ist unsere Profession – nun haben wir auch die andere Variante im Portfolio:

Wir entwarfen und planten bereits das Headquarter der Traditionsfirma Heinrich Rohde Tief- und Straßenbau GmbH in moderner, besonderer Architektursprache in Kassel. Das Bauwerk wird erfolgreich genutzt und verfehlt seine positive Wirkung auf Geschäftspartner und Belegschaft nicht.

Es ist das Symbol für ein prosperierendes und zukunftsorientierte Unternehmen.

Am Gründungsstandort der Firma in Korbach hatte man 1986 ein Verwaltungsgebäude errichtet, das nun für die gestiegene Anzahl der Mitarbeiter, eine moderne Raumstruktur und vor allem auch als “Gesicht”, als “Kopf” der sich exzellent entwickelnden Firma nicht mehr ausreichend ist.

Die Aufgabe:

Das Bestandsbauwerk wurde Innen gerade neu ausgestattet und soll daher weiter genutzt werden. Eine Verlegung der Belegschaft in fremde Immobilien sollte aus Kosten- und Logistikgründen (es stehen noch einige andere Nutzgebäude vor Ort) unbedingt vermieden werden.

Folgende Ziele wurden definiert:

  1. Die nicht mehr zeitgemäße Optik soll einer Radikalkur unterzogen werden. Dafür wurde “ein schräger Kopf” (I-Ton GF Herr Meier) gesucht, der die progressive Architektursprache der Dependance in Kassel auch hier einbringen kann.
    Also warum nicht gleich jenen Entwerfer nehmen, der schon erfolgreich für die Fa. Rohde tätig war?
  2. Die Geschäftsführung will eine neue, zusätzliche Raumkonstellation mit einem Vorzimmer und eigenem Besprechungsraum als Anbau realisiert haben.
  3. Der Eingang des Altbaus liegt an der falschen Seite und soll von da auf die gegenüberliegende Seite verlegt und auch deutlich repräsentativer gestaltet werden.
  4. Es soll eine strategische Raumreserve für neue Mitarbeiter – ausreichend für weitere 30 Jahre geschaffen werden.
  5. Eine Cafeteria mit Küche soll für die Belegschaft und auch Gäste implementiert werden.
  6. Ein sehr dunkler Vortragsraum mit 200qm im Untergeschoss soll durch Abgrabung und großzügige Verglasungen aufgewertet werden.
  7. Ein Aufzug soll ein/angebaut werden.

Unsere Lösungen:

  1. Architekturduktus: Die altmodische, aber zu erhaltende Lochfassade soll durch Verkleidungen, Anbauten, vorstehende Deckenelemente und neu strukturierend Wandscheiben davor ein radikal neues Bild erhalten.
  2. Der schräge Dachaufbau soll durch einen Flachdachaufbau ersetzt werden.
  3. Anbauten sollen so dimensioniert und positioniert werden, daß ein neuer Besucher kaum unterscheiden kann, was Bestand ist und was neu gebaut wurde. Dem dient unter anderen ein Flachdach, das den Anbau und den Altbau überspannt und mehrere Deckenbänder in der Fassade.
    Der vorsichtig geäußerte Traum der Auftraggeber: “natürlich wäre es toll, wenn man das Ganze  als Neubau wahrnimmt und es mithält mit der hohen visuellen Qualität unseres Neubaus in Kassel” ist ein Benefiz, den wir dem AG bieten wollen.
  4. Das neue Ensemble soll deutlich größer wirken, als der alte Verwaltungsbau und insbesondere der neuen und recht monumentalen, eigenen Halle gegenüber als “Denkzentrale” des gesamten Unternehmens ein mehr als würdiges Pendant sein. Das soll durch optisch in die Hauptblickachsen dem Bestand vorgelagerte neu Bauteile und die Anbauten – die horizontal optisch erweiternd wirken – erreicht werden.
    Die Gesamtperspektive soll den Bestand ca.  1,5 fach, auf also das 2,5fache optisch vergrößern, bei nur einem Drittel tatsächlichen Neubauraumvolumen.

Der Weg:

  1. Phase: zwei Vorentwürfe sollen 2 autarke Wege aufzeigen, die beide die o.g. Ziele verwirklichen.
  2. Phase: der Sieger soll als Entwurf finalisiert und folgend realisiert werden.
    Dabei soll die innere Weiternutzung durch entsprechendes Timing und Planung gesichert werden.

Das Ergebnis:

Wir stellten 3 Varianten vor (also eine als Bonus).

Variante A:

Variante B:

Variante C:

Der AG entschied sich mit folgender Begründung für A.

Die Erstellung des Bauantrag ist nun in Arbeit. Baustart 2020.

Bestand:

Neu:

Erfahren Sie mehr über den Bau eines modernen Bürogebäudes.